Milking ten more Times – Thanks from Abdou Bah

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Since I grew up rearing cows, being a cattle farmer is one of my greatest passions in life. At the end of March 2017, Stiftung Sabab Lou through its local organization changed my story of being a cattle farmer when a cow with its young and beautiful bull calf was handed out to me through the Organization’s cow project.

There is a huge difference between the local breed and the cross breed especially in terms of the quantity of milk produced. At present, and with the new cow, I milk ten times more than what the local cows can produce. Feeding the hybrid cow is always a challenge. Since I do not have a ranch where the cow can freely be feeding, it has to be tied in one place and be fed with straw collected from the nearby bush. I also feed the cow with some household food residues like dried bread and some chaff from processed millet grains but their favorite is the dried ground hay.

The cows are friendly and enjoy my company especially the young bull that follows me in the compound for some soft touches. It lacks hands to reciprocate but also sniff and lick my body in return. That shows the mutual love that exists between the farmer and his cows.

Once again we say a big thank you to both the local NGO and ist partners back in Germany.

Abdou Bah

 

Seit ich damit aufgewachsen bin, Kühe zu halten, ist es eine meiner größten Leidenschaften im Leben, ein Kuhfarmer zu sein. Ende März 2017 veränderte die Stiftung Sabab Lou durch ihre örtliche Organisation meine Geschichte, ein Viehzüchter zu sein, als mir eine Kuh mit ihrem jungen und schönen Stierkalb über das Kuhprojekt der Organisation übergeben wurde.
Es gibt einen großen Unterschied zwischen der lokalen Rasse und der Kreuzrasse vor allem in Bezug auf die Menge der produzierten Milch. Gegenwärtig und mit der neuen Kuh, melke ich zehnmal mehr Milch als das, was die örtlichen Kühe produzieren können. Die Fütterung der Hybridkuh ist immer eine Herausforderung. Da ich keine Ranch habe, wo die Kuh frei grasen kann, muss sie an einem Ort angebunden und mit Stroh gefüttert werden, der aus dem nahe gelegenen Busch gesammelt wird. Ich füttere die Kuh auch mit einigen Haushaltsnahrungsmittelresten wie getrocknetem Brot und etwas Spreu von verarbeiteten Hirsekörnern, aber ihr Liebling ist das getrocknete Bodenheu.
Die Kühe sind freundlich und genießen meine Gesellschaft, besonders der junge Stier, der mir in meinem Compound* für einige weiche Berührungen folgt. Er leckt die Hände, um die Berührungen zu erwidern, aber schnüffelt und beleckt auch meinen Körper im Gegenzug. Das zeigt die gegenseitige Liebe, die zwischen dem Landwirt und seinen Kühen besteht. Noch einmal sagen wir ein großes Dankeschön an die örtliche NGO und ihre Partner in Deutschland.
Abdou Bah, Dutabullu

* Compound = eingezäunter Wohnhof

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That’s how it works: Dutabullu Milkfarmers go Internet

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Dear friends,

I have invited the people from Dutabullu to the office where I briefed them about the blog and showed them the page. They could only follow through my explanations and the photos in the blog. They welcome the idea and have shown very keen interest in to participate in it. Abdou was amazed to see himself on the internet and couldn’t stop smiling. The problem is that none of the three gentlemen can read or write talk less of having access to internet or being able to surf the net.

With the start of the rainy season, everybody is busy in the fields. They normally go to the fields as early as 8 o’clock in the morning and have a break at home at mid-day or an hour later. They resume work at the fields at 3 o’clock till late in the evening. At the moment, the farmers are in a sort of hustle/competition among themselves and hardly will you find them free.

Because of that we tentatively agreed to organize a meeting once a month or at most twice a month and to interview or talk to only one individual at each event. The contributions from the German side would be explained to them in the fulani language since they do not understand English nor can they speak or write it.

In the meantime, we have done one on Thursday June 29. We met Abdou at his home just from the field. Next what we heard from Abdou.

Kind regards,
Momodou Lamin Bah

 

Liebe Freunde,
ich habe die Leute aus Dutabullu in das Büro eingeladen, wo ich sie über den Blog informiert habe und ihnen die Seite gezeigt habe. Sie konnten dem Blog nur durch meine Erklärungen und die Fotos folgen. Sie begrüßen die Idee und haben sehr großes Interesse daran gezeigt, daran teilzunehmen. Abdou war erstaunt, sich im Internet zu sehen und konnte nicht aufhören zu lächeln. Das Problem ist aber, dass keiner der drei lesen oder schreiben kann, geschweige denn Zugang zum Internet hat oder in der Lage ist, im Internet zu surfen.
Mit dem Beginn der Regenzeit ist jeder auf den Feldern beschäftigt. Sie gehen normalerweise schon um 8 Uhr morgens auf die Felder und haben eine Pause zu Hause am Mittag oder eine Stunde später. Sie nehmen die Arbeit auf den Feldern um 3 Uhr bis spät in den Abend wieder auf. Im Moment sind die Bauern in einer Art von Hektik / Konkurrenz unter sich und haben fast keine Freizeit. Wir haben deshalb vorläufig vereinbart, ein- oder zweimal im Monat ein Treffen zu organisieren und dann jedesmal ein Interview oder Gespräch zu führen. Die Beiträge der deutschen Seite würde ich ihnen in Fulani erklären, da sie kein Englisch sprechen.
Mittlerweile haben wir am Donnerstag, den 29. Juni Abdou zu Hause getroffen, gerade zurück vom Feld. Als nächstes das, was wir von Abdou hörten.
Herzliche Grüße,
Momodou Lamin Bah

Grüße aus Lutzhorn

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Lutzhorn, 07.06.2017

Liebe Freunde der Kühe und der Milch aus Duta Bulu,

hier bin ich bei meiner täglichen Arbeit – dem Melken. Zweimal am Tag werden unsere Kühe gemolken und da es im Moment viel  frisches Gras für die Kühe zum Fressen gibt, geben die Kühe auch viel Milch: knapp 20 l im Schnitt pro Kuh. Die Kühe kommen nur zum Melken in den Stall, ansonsten sind sie auf der Weide.

Ich wünsche euch viel Glück mit euren wirklich schönen Kühen.

Viele Grüße,
Achim

Dear friends of the cows and milk from Duta Bulu,
here I am with my daily work – the milking. Twice a day, our cows are milked, and since there is plenty of fresh grass for the cows to eat at the moment, the cows also give a lot of milk: almost 20 liters per cow. The cows come to the stable only for milking, otherwise they are on the pasture.
I wish you good luck with your really beautiful cows.
Best regards,
Achim
Achim Bock
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Into the Wild

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Liebe Freundinnen und Freunde des Milchkuhprojekts,

hiermit entlasse ich nun unser Milchkuh-Projekt in die Wildbahn, sprich an Euch, die Freunde, Unterstützer und Beteiligten des Projekts.

Dies soll unsere Kommunikations-Plattform sein, unser Forum, um miteinander über alle Entfernungen und Unterschiede hinweg in Kontakt zu bleiben. In Barmstedt würden wir uns dafür am Donnerstag auf dem Markt treffen, in Duta Bulu unter dem großen Baum in der Mitte des Dorfes, so wie bei der Cow Ceremony am 28. März 2017. Ich habe als Form dafür einen Blog gewählt, in dem die Beiträge chronologisch aufgelistet werden, jeder von uns Beiträge schreiben und die der andern lesen kann.

Möge diese Verbindung gesegnet sein und reiche Früchte tragen! Benutzt sie fleißig, denn nur das erhält sie am Leben! Bringt Eure Gedanken ein, Eure Sorgen und Eure Fragen, erzählt aus Eurem Leben und interessiert Euch für das Leben der anderen. Fragt nach und diskutiert, berichtet von Euren Erfahrungen und teilt Eure Ideen. Fast alles ist erlaubt. Ich freue mich auf Eure Beiträge!

Herzliche Grüße, Svea

 

Dear friends of the dairy cow project,
I hereby release our dairy cow project into the wild, say to you, the friends, supporters and stakeholders of the project.
This should be our communication platform, our forum, to keep in touch with each other over all distances and differences. In Barmstedt we would meet on Thursday in the market, in Duta Bulu under the big tree in the middle of the village, as at the Cow Ceremony on 28 March 2017. I have chosen as a form for it a blog in which the Contributions are chronologically listed, each one of us can write contributions and read the others.
May this union be blessed and bear fruit. Use it diligently, because only that makes it stay alive! Bring your thoughts, your worries and your questions, tell us about your life and stay interested for the lives of the others. Ask and discuss, report on your experiences and share your ideas. Almost everything is allowed. I’m looking forward to your contributions!
Kind regards, Svea

Svea Gustafsen

Best Regards from Duta Bulu

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Duta Bulu, 28.03.2017

Dear Donors,

we really appreciate your gift. We hope that one day you will come and visit us, and you will see it with your own eyes, and we will sing and dance for you!

Liebe Spender,
wir freuen uns sehr über eure Spende. Wir hoffen, dass ihr uns eines Tages besuchen kommt, dann werdet ihr das mit euren eigenen Augen sehen, und wir werden auch für euch singen und tanzen!

Abdou Bah, Momodou Bah and Ibrahim Bah

Eine innovative Kreuzung

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Duta Bulu, 28.03.2017

Darf ich vorstellen? Das ist Jume, eine innovative Kreuzung aus Zebu-Rind und holländischem Milchvieh. Jume und ihre Artgenossinnen zeichnen sich nicht nur durch ihre mit Klimaresistenz gekoppelte und gegenüber den einheimischen Kühen höhere Milchleistung aus, sondern sind auch die die Fähigkeit, mit ihrer Zunge die eigene Nase erinigen zu können, bestens angepasst an das staubige Klima im Landesinneren von Gambia ;-).

An innovative Crossbreed
May I introduce? This is Jume, an innovative crossbreed between zebu cattle and Dutch dairy cattle. Jume and her fellow creatures are distinguished not only by their higher milk output, which is coupled with the resistance to the climate, but also by the ability to use their tongue to make their own noses perfectly adapted to the dusty climate in the interior of the country of Gambia ;-).

Svea Gustafsen

 

Cow Ceremony mit Livemusik

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Duta Bulu, 28.03.2017

Unsere Ankunft in Duta Bulu wurde begeistert gefeiert. Die Dorfbewohner warteten mit einer extra engagierten Niruri Live Band am Dorfeingang auf uns und folgtem unserem Auto um Dorfplatz. Unterm großen Dorfbaum wurde dann die Cow Ceremony abgehalten, während der alle Beteiligten vom Vorstandsvorstitzenden der Stiftung Sabab Lou, Friedrich Keller-Bauer, über den Bürgermeister bis zum District Ward Counceller Reden hielten, während Momodou simultan in zwei andere Sprachen (welche?) übersetzte. Friedrich Keller-Bauer betonte, wie sehr er sich freue, dass über diese weite Entfernung von Schleswig-Holstein bis nach Gambia eine Verbindung entstanden sei. Und ich überbrachte die Grüße der Spender.

Anschließend gab’s ein großes Festessen, während unter dem Dorfbaum schon riesige Boxen aufgebaut und der Generator angeworfen wurde. Und dann gab’s Dorfdisco, dass der Bär steppte, mitten im afrikanischen Nirgendwo :-).

Cow Ceremony and Live Music
Our arrival in Duta Bulu was delighted. The villagers were waiting for us with an extra dedicated Niruri live band at the village entrance and followed our car around the village square. The Cow Ceremony was held under the large village tree, while all the participants spoke, director of the Sabab Lou Foundation, Friedrich Keller-Bauer, the mayor and the District Ward Councellor, while Momodou simultaneously translated into two other languages ​​(which?). Friedrich Keller-Bauer emphasized how pleased he was that a long-range connection had been established between Schleswig-Holstein and Gambia. And I passed the greetings of the donors. 
At last there was a big feast, while under the village tree huge boxes were already built up and the generator was started. And then there was village disco, the bear quilted, in the middle of the African nowhere :-).

Svea Gustafsen